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Ewan McGregor möchte seinen Charakter lieber nicht allzusehr analysieren. "Er ist halt einer der guten", gibt der schottische Schauspieler zu. "Er scheint sehr konzentriert zu sein und ist die meiste Zeit ein Stückchen hinter Liam Neeson." Aber der Schauspieler gibt eine etwas sorgfältigere Ausführung über was es bedeutet ein Jedi-Ritter zu sein. "Man erkennt sie am Stirnrunzeln und außerdem sind sie recht gute Kämpfer", erklärt er, "Sie sind die guten und kämpfen für das Gute." Über das Zusammenarbeiten seines Charakters mit Neesons meinte McGregor: "Keiner im Film ist besser im Stirnrunzeln wie Liam und ich, denn wir machen das wie echte Jedis. Wir sind einfach coole Typen." Aber diese flüchtige, nichtssagende Antwort die uns der 27jährige McGregor, das ultra coole Symbol der unabhängigen Filmszene, was er durch Auftritte in Filmen wie Trainspotting und den kommenden Velvet Goldmine erlangt hatte, gibt, verstecken sich nicht nur die Größe der Rolle die er in Angriff genommen hat, sondern auch seine Aufregung darüber, daß er die Rolle bekommen hat. "Es war schon sehr außergewöhnlich in meinem Kostüm vor dem Spiegel zu stehen", meint er, "denn ich war Obi-Wan Kenobi." Jawohl, Ewan McGregor ist Obi-Wan Kenobi, er steigt dabei in die Roben und Sandalen des legendären Sir Alec Guinness, der die Rolle des Weisen in Star Wars, The Empire Strikes Back und Return of the Jedi verkörpert hatte. Und man kann sicher sein, diese Roben tragen sich nicht leicht. Wie der Schauspier selbst sagt: "Ein Teil der Legende zu sein, ein Teil einer modernen Sage zu sein und den jungen Alec Guinness zu spielen ist eine unglaubliche Ehre." Obwohl er für seine düsteren Rollen in Filmen wie Shallow Grave oder A Life Less Ordinary besser bekannt ist, meint McGregor, ein ausgeprägtes Mitglied der Star Wars Generation, er hätte die Gelegenheit Obi-Wan zu spielen sofort ergriffen. "So bald ich erfahren hatte, daß das eine Möglichekeit ist, habe ich mir das zu Herzen genommen, weil mir Star Wars schon als Jüngling viel bedeutet hat. Als der erste veröffentlicht wurde, war ich sechs Jahre alt, so für mich ist das mehr als nur irgend ein Film." Über seine Erfahrungen am Episode I Set in den Leavesden Studios fügte McGregor hinzu:"Dort rumzulaufen war wirklich eine tolle Erfahrung für mich." Ohne Zweifel liegen Welten zwischen diesen Erfahrungen und dem kleinen schottischen Dorf Crieff in dem er geboren wurde und das er im Alter von 16 Jahren verlassen hatte um Schauspieler zu werden. Heute wohnt dieser Schauspieler mit dem Bad-Boy Image mit seiner Frau, der Produktionsdesignerin Eve Mouvrakis [sic] und seiner kleinen Tochter Clara, in London. Aber McGregor erinnert sich immer noch an seine Star Wars erfüllte Kindheit. "Ich war nicht richtig fanatisch, aber die Filme waren einfach super, ich kannte die Dialoge des ersten Films auswendig," erzählt er und gibt dann zu, "Na ja, ich nehme an, das war schon etwas fanatisch wenn man den ganzen Film auswendig kann." McGregor gibt zu, daß seine Liebe zu Star Wars wohl etwas damit zu tun haben könnte, daß sein Onkel, der Schaupieler Denis Lawson, in allen drei Filmen mitgespielt hatte. "Mein Onkel Denis spielte Wedge," erzählt Ewan. "Das läßt ihn alles so kalt es ist schon fast witzig. Einmal kam er am Set vorbei und wir sind durch die Mensa zu George gelaufen und da sagt er: 'Der trägt das selbe Hemd. Der trägt genau das selbe Hemd, das er damals beim ersten mal getragen hat.'" Aber trotz der Macht, die sich durch seine Familie zieht, besteht McGregor darauf, daß das, was ihn zu Star Wars gezogen hat, waren die Stories. "Die Filme waren wie Märchen," sagt er. "Die haben einen einfach gefesselt. Wenn man sie als Kind ansieht spornt das die Phantasie an. Ich habe früher immer Star Wars gespielt, und jetzt werde ich auch noch dafür bezahlt." Tatsächlich meint McGregor er fühlte sich am Set der Episode I in seine Kindheit zurückversetzt. "Wie ich das erste Mal hinkam war ich überwältigt zu sehen wie viele Leute dort zu tun hatten," erzählt er. "In jedem Bereich waren mindestens 300 Leute an der Arbeit. Der Umfang dieses Dings war schlichtweg überwältigend. Ich konnte mir gar nicht vorstellen, daß das so riesig sein würde." "Und dann waren da die Kulissen und Kostüme," fährt er fort. "Es war ja nichts neues, da es ja von der Star Wars Welt war, aber es ist einfach überwältigend das alles zu sehen. Ich habe vor Begeisterung gleich losgebrüllt! Da waren gerade 50 Leute oder so ander Arbeit und ich habe geschrien 'WOW! WOW! aber die haben einfach hergesehen als wüßten sie, was ich meine, also war das in Ordnung." McGregor hat aber bald festgestellt, daß die Requisiten nur der Anfang waren. "Dann habe ich R2-D2 zum ersten Mal getroffen," erinnert er sich, "das war ein aufregender Moment. Es war ein bißchen wie wenn man die Queen trifft, ein ehrenvoller Moment. Der kam einfach ganz gemütlich auf den Set und die Schauspieler standen alle um ihn und haben ihn mit 'Hey Artoo!' gegrüßt!" sagt der Star. "Zum Glück waren da nicht auch noch Stormtroopers, sonst wäre ich glaub ich ausgeflippt. Ich wollte schon immer mal 'n Stormtrooper Outfit anziehen. Das sind einfach die sexyesten Uniformen die's je in einem Film gab. Die sehen einfach am Besten aus, die Stormtroopers. Vielleicht gibt's ja ein paar in Episode II oder III, mal sehen ob ich das so lange erwarten kann." Die Ungeduld ist ein Gefühl, das der Schauspieler in Bezug auf Star Wars öfter bekommt. "Es ist Affen stark, daß ich mein eigenes Lichtschwert habe," sagt er. "Mein eigenes Lichtschwert, das ist das aufregendste, das mir je passiert ist. Wenn ich's in dieHand nehme muß ich's auch immer gleich ein paarmal schwingen, das geht einfach nicht anders." "Jeder Tag hat jetzt ein oder zwei Star Wars Momente wo's mir kommt: 'Wahnsinn, ich bin bei Star Wars mit dabei!' Das überwältigt mich jeden Tag," erklärt der Schauspieler. Seine lebenslange Liebe zu Star Wars ist dafür verantwortlich, daß McGregor alles gegeben hat, um die Rolle als Obi-Wan zu erhalten, aber dennoch war er nicht darauf verbereitet. "Es war sehr beängstigend", gibt der Mann, der schon alles gespielt hat, vom Posaunenspieler bis zum Kidnapper und hardcore Heroinsüchtigen, zu. "Die Nacht zuvor konnte ich nicht schlafen. Es war wahrscheinlich der Gedanke daran, daß ich irgendwann im Kino sitzen werde und mir das dann ansehen werde, wenn mir dann bewußt wird, was wir da versuchen. Ich weiß nicht, wie das mal wird, aber das wird ein Kampf mit den Nerven. Ich war bestimmt noch nie so nervös wie ich dann sein werde." "Vor dem Read-through hatte ich fast panische Angst," gibt der Schauspieler zu. "Vor dem Read-through denk ich mir immer ich mach das jetzt und dann kommt einer und sagt 'Sehen sie Ewan, es tut mir leid, aber das wird nichts.' Aber das ist ja nicht passiert." Im Gegenteil das erste Read-through des Drehbuchs war der Anfang interessanter und gemütlicher Dreharbeiten. "Ich dachte, das wird ein Riesen Read-through an dem alle Abteilungen beteiligt werden, mit vielleicht 200 oder mehreren Leuten die zusehen. Aber so war's dann gar nicht, das war alles sehr gemütlich." "" Die Produktion wurde bald beschleunigt. "Vor den Dreharbeiten war da einiges los," meint der Schauspieler. "Das fühlt man sofort, wenn man hinein kam. Wir waren hundere von Leuten. Aber es war eine wunderbare Gruppe. Wir sind dann allesamt nach Afrika. Das ist echt geil wenn man mit so vielen Leuten wegfährt und sich dann kennenlernt. Wir haben dann jeden Tag ewig lang gearbeitet, aber das haben wir alle gern gemacht. Niemand wollte das versäumen. Manchmal habe ich nach der Arbeit Bachgammon gespielt, denn ich wollte einfach nicht gehen." Aber obwohl McGregors kindliche Begeisterung für Star Wars ihn nie verlassen hatte, hat er denoch seine Rolle als Obi-Wan Kenobi ernst genommen und sie genauso konzentriert gespielt wie seine anderen Rollen. Im Gegensatz zu seinen früheren Rollen ist Obi-Wan aber eine Figur, die den Zuschauern bereits bekannt ist und die Herausforderung, die sich McGregor stellte, war sicher zu stellen, daß sein Kenobi ein glaubwürdiger Guinness' Jedi wird, und, vielleicht noch wichtiger, daß er den Vorstellungen der Fans über ihren Rebellenhelden als junger Mann entspricht. "Das war wirklich nicht einfach," sagt McGregor. "Man mußte mehr tun als nur zu wissen wie ein Jedi reagiert oder was ein Jediritter ist. Der Übergang zwischen dem Ende der Episode III und dem Anfang der Episode IV muß glaubwürdig erscheinen.Ich mußte sehen, daß ich wie er (Sir Alec Guinness) werde, ich habe hart daran gearbeitet, daß zumindest die Stimme stimmt. Ich habe alles versucht um eine jüngere Version seiner Stimme zu erhalten. Es ist gar nicht so leicht sich vorzustellen, wie er sich angehört haben mag, denn in den meisten seiner früheren Filme spricht er mit Akzent." "Ich hab mir 'nen Haufen seiner früheren Filme angesehen," fährt der Schauspieler fort, "um zu sehen, wie er als junger Mann war und in Star Wars habe ich ihn buchstäblich studiert. Es ist wichtig, daß wir irgendwie zusammenpassen. Ich sehe ihn mir dauernd im ersten Film an, in der Szene in seinem Haus, in der er Luke das Lichtschwert überreicht. Da hat er so eine spezielle Stimme, die Obi-Wan Stimme, die wir alle kennen, die väterliche Stimme eines älteren Herrn. Er ist sehr väterlich aber irgendwie wirkt er sehr beruhigend. Er ist sehr selbstbewußt. Er saß da schon ewig in der Wüste, dort hat er sich selbst gefunden. Ich glaube, ich muß jetzt anfangen, mir einen grauen Bart wachsen zu lassen." Es gab auch andere Herausforderungen, wie zum Beispiel buchstäblich in Kenobis Roben zu schlüpfen. "Das Ding ist riesengroß," beschreibt McGregor seinen Jedi Umhang. "Man muß dauernd darauf achten, nicht darüber zu stolpern. Und dann darin zu fechten, da verschwindet mein Schwert in den Ärmeln und unter meinem Umhang. Es sieht gut aus, und auf dem Papier war das sicherlich ein gutes Design, aber es ist nicht einfach das Ding zu tragen." Aber einmal von den Robenproblemen abgesehen, McGregor ist der Meinung die Kampfszenen in der Episode I wären wirklich cool. "Ich glaube, die Kämpfe in diesem Film sind viel besser als in den ersten drei. Sie sind ein bißchen agressiver und wilder und auch ein bißchen schneller. Verglichen mit den ersten drei Filmen sind die Kampfszenen hier ein wenig aufgepäppelt. Die sind im Grunde genommen ziemlich brutal, aber ganz gute Kampfszenen." McGregor meint die Intensität der Duelle ist ganz logisch. "In den Episoden IV, V und VI wird viel darüber geredet, wie die Jedi-Ritter einmal waren, aber man weiß eigentlich nie so genau, woran man ist," erklärt er. "Also hauen wir ein diesem Film auf die Pauke. Wir springen dort umeinander. Und jetzt kann man zu den alten Filmen zurück und man weiß, worum es in Sachen Jediritter geht. Warum konnte niemand das Thema Jedi einfach liegen lassen? Hier zeigen wir euch, wozu wir fähig sind." Obwohl er schon ander Kampf- udnd sogar Fechtszenen gespielt hat, meint McGregor über seine Arbeit an Episode I, für die er ausführlich mit Stunt Coordinator Nick Gillard geübt hat, wäre etwas vollkommen anderes als jegliche Kämpfe die er bisher erlebt hatte. "Lichtschwertfechten, das ist eine Fähigkeit für sich. Ich werde zum Blitz. In den Kämpfen springe ich umher wie ein geölter Blitz und ich gebe ein bißchen an. Dafür habe ich hart gearbeitet. Für jeden Job, den man annimmt, muß man was neues lernen, das ist eines der tollsten Aspekte meiner Arbeit." Er mußte seine Fähigkeiten unter Beweis stellen als es an der Zeit war, die Übungsmatte zu verlassen und mit den Dreharbeiten anzufangen. "Das ist immer leichter, so lange man nicht am Set ist," gibt McGregor zu. "Wenn man dann am Set ist, erinnert man sich daran, daß da etwa 150 Leute zusehen und das macht einen nervös. Man will dann alles gleichzeitig tun, das erscheint mir wichtig. Nick ist dafür der richtige Mann, denn er sorgt schon daür, daß man's auch richtig macht. Die Duelle werden einfach einmalig." Zusätzlich dazu, daß er das Lichtschwert meistern mußte, mußte McGregor sich auch damit zurechtfinden, daß er in einem Film mitwirkte, in dem viele Aufnahmen vor der Blue-Screen gemacht wurden. Dies bedeutete, daß er für viele der Szenen auf Elemente reagieren mußte, die dem Film erst später beigefügt wurden. "Sich nach Dingen zu richten, die es gar nicht gibt, ist nicht einfach," sagt er dazu. "Das ist eine sehr trockene Übung in der man sicher gehen muß, sich auf einen bestimmten Punkt zu konzentrieren, auch wenn dieser Punkt nur aus Luft besteht. Es ist ein ziemlich langsamer und frustrierender Prozeß." Anfangs fand er die vielen Spezialeffekte faszinierend, aber McGregor gibt zu, daß er es sehr bald unterließ, herauszufinden, wofür all dieses state-of-the-art Material verwendet wird. "Die Typen von der ILM verwirren mich," sagt er. "Manchmal habe ich gefragt: 'Wofür braucht man das denn?' Irgendwer erklärte mir das dann auch aber da schaltete mein Hirn einfach aus. Das geht bei einem Ohr hinein und beim anderen wieder raus und nach der Erklärung sagte ich dann so was wie: 'Ach wirklich', denn verstanden hatte ich ohnehin nichts. Ich brauch's ja auch nicht zu wissen. Das ist so verwirrend, nach einiger Zeit habe ich gar nicht mehr gefragt." Aber, meinte McGregor, die besten Spezialeffekte kamennicht von der ILM, sondern von einer höheren Autorität. "Tunesien," sagt er, "ist so überwältigend, so riesig, da fühlt man sich total unwichtig." Das war besonders an dem Tag der Fall an dem ein gewaltiger Sandsturm über den Drehplatz hinwegfegte und die meisten der Episode I Sets zerstörte. "Das war ein außergewöhnliches Ereignis," erinnert er sich. "So was hab ich noch nie erlebt. Wir beobachteten, wie diese Sandwand auf uns zu kam, und ich muß dazu sagen wir waren gerade im Hotel, nicht mitten in der Wüste. Wie es uns getroffen hat, hat es rundherum geblitzt. Das war gewaltig, umwerfend." Als er nach dem Sturm die schwer angeschlagenen Star Wars Kulissen erreichte war er angenehm überrascht herauszufinden, daß die Dreharbeiten dennoch sofort weitergeführt wurden. "Ich fand das wirklich aufregend und es war gut, Rick McCallum zu sehen," erzählt er. "Er ist einer der Produzenten, die sich darum kümmern, daß es weiter geht, er rannte von Pontius zu Pilatus, aber irgendwie war er in seinem Element und wir konnten weiter filmen." Außerdem, sagt McGregor, der Regisseur, George Lucas, war vom Sandsturm völlig unbeeindruckt. "George hat gesagt: 'Ach, das ist ein gutes Omen.' Und wir haben ihn angesehen und gefragt: 'Wie bitte?' Darauf hat er gemeint: 'Na ja, das ist uns beim ersten Mal auch passiert, und damals ist das doch ganz gut geworden, obwohl uns der Set zerstört wurde." "Und dann hat jeder einfach weitergemacht, als wäre nichts gewesen," fährt er fort. "Ich hätte gedacht in einem Film wie diesem, sagen sie vielleicht einfach: 'Ok, die nächsten beiden Tage wird nicht gedreht, bis wir alles wieder hergerichtet haben, ruht euch einfach 'ne Zeit lang am Schwimmbecken aus.' Aber wir haben das Problem so gelöst, daß wir einfach was anderes gedreht haben während wir alle zusammen gearbeitet haben, um den Schaden zu beheben. Da hat auch jeder mitgeholfen. Das Team hilft einfach zusammen, wunderbare Leute." McGregor erklärt, die kühle Fassung mit der der Regisseur die Naturkatastrophe über sich ergehen ließ, war typisch für ihn. "Er akzeptiert die Dinge einfach wie sie kommen, und das alles mit kindlicher Begeisterung," sagt er. "Bei ihm geht alles wie am Fließband. In den Kampfszenen ist er immer auf den Beinen und definiert die Szene. Aber im Großen und Ganzen weiß er immer genau, wie jede Szene des Films aussehen wird. Ich mag ihn gern. Ich arbeite gern mit ihm, denn er läßt einen einfach arbeiten. Wir haben alle unsere Rollen bekommen, weil er weiß, daß wir das schon machen, ohne, daß er dauernd dazwischen funken muß. Natürlich läßt er dich wissen, wenn ihm irgend etwas nicht gefallen hat, aber die meiste Zeit kann man einfach machen." Lucas ist nicht das einzige Mitglied der Episode I das McGregor bewundert. Der Schauspieler sagt, er hätte nie gedacht, daß ihn sein junger Co-Star Jake Lloyd, der, als er als junger Anakin Skywalker gefilmt wurde, gerade mal acht Jahre alt war, so beeindrucken würde. "Ich habe noch nie mit einem so guten Kindschauspieler zusammen gearbeitet, wie Jake einer ist," meint McGregor. "Jake ist einfach phänomenal. Er hatte sich glaub ich auch nie über irgend etwas beschwert. Ich hab mir schon öfter gedacht: 'Mann, wie oft machen wir die Szene denn noch.' Aber dann habe ich zu dem Jungen rüber gesehen und habe mich geschämt, denn er hatte sich kein einziges mal beschwert." "Er ist einfach Affen geil, mit seinen Witzen und Geschichten," fährt McGregor fort. "So lange er da ist, hat man eine Menge Spaß. Ich hab ihn wirklich sehr gern, er ist wunderbar. Für ihn ist das glaub ich die richtige Arbeit." Jakes Alter spiegelt auch Ewans, als ihn die Star Wars Saga zum ersten Mal faszinierte. "Für mich war diese Rolle wirklich mal was anderes," sagt der Schauspieler. "Die meisten Filme, die ich bisher gemacht habe, kann sich meine Tochter nicht ansehen, denn sie sind voller Heroin und Spritzen. Und das ist es, was an Star Wars so unheimlich wichtig ist. Er ist für Kinder. Es geht darin um Liebe, um Krieg und Frieden und um die Personen. Es ist ein Märchen, voller Prinzessinnen und Prinzen und mit Guten und Bösen." "Märchen sind für Kinder sehr wichtig. Und da ich so aufgewachsen bin lese ich meiner Tochter auch oft welche vor. Manche Leute machen das nicht mehr. Eigentlich, viele Leute machen das nicht mehr und so geraten die Reime und Märchen in Vergessenheit. Man kann aber sagen, daß es hiermit ersetzt werden kann, und ich bin froh, daß ich daran Teil haben kann. Ich liebe Kinder und ich erinnere mich, wie ich mich damals fühlte, als ich mit sechs Jahren das erste mal in Star Wars war und jetzt kann sich meine Tochter das ansehen, und ich bin auch mit im Film." Ewan McGregor überlegt sich das kurz und dann lächelt er und sagt: "Ich bin mir nicht sicher, was sie sich dabei denken wird. Da müssen wir sie wohl in zwei, drei Jahren mal fragen." Report von Lynne Hale und David West Reynolds. |